«In der Schweiz gibt es nichts Vergleichbares. Die Adrenalin-Junkies werden diese Bahn lieben», sagt Jeremy Gasser und strahlt, während er hoch oben über die stählerne Startrampe schreitet. «Diese Bahn wurde speziell für das Conny-Land gestaltet, nach unseren Wünschen und Vorstellungen.» Die Bahn hat eine Länge von 500 Metern, drei Inversionen, also Loopings und ähnliche Bewegungen – eine davon sogar eine Eigenkreation des Conny-Lands – und sie beschleunigt kurz nach dem Start rasant, um zum höchsten Punkt der Anlage zu gelangen.
Maasai heisst die neuste Attraktion, die kommende Saison für einen Ansturm auf den Freizeitpark sorgen soll. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun. «Wir haben alle Fundamente und das Startgebäude betoniert, alle Schienen sind installiert. Nun sind wir an der Verkabelung und Mechanisierung.» Viel zu tun gibt es für die Familie Gasser und ihre Helfer in den kommenden Monaten bei der Thematisierung, also der Verschönerung, Verzierung und Inszenierung der neuen Bahn. «Vom Beton wird man dann nichts mehr sehen. Uns ist die Thematisierung sehr wichtig, da haben wir schon mit unserer Bahn ‹Crazy Professor› neue Masstäbe gesetzt.» Zur Thematisierung der Bahn Maasai gehört auch ein Soundtrack, der extra komponiert wurde.
Mehr Gäste dank vieler Bahnen
Zwei Jahre Planung stehen hinter dem Mega-Projekt des Conny-Lands, gebaut wird seit Januar. «Und wir planen die Eröffnung der Bahn vor den Sommerferien 2027», sagt Jeremy Gasser. Es ist unser grösstes Projekt und wir merken selber auch, dass es eine sehr grosse Herausforderung ist. Wir müssen diverse Firmen koordinieren, Transporte und Unterkünfte organisieren – und improvisieren, wenn etwas nicht klappt wie geplant.» Eine weitere Herausforderung ist der gleichzeitige Normalbetrieb des Parks. «Wir freuen uns, sind aber auch erschöpft, es sind lange Tage.»
Rund 18 Millionen Franken investiert der Park in seine neuste Attraktion, sehr viel Geld, mit dem aber auch grosse Hoffnungen verbunden sind. «Wir bauen seit einigen Jahren immer neue Attraktionen auf. Es ist der Weg, den wir gehen. Wir wollen wachsen und die Besucherzahlen erhöhen. Wir sind überzeugt, dass wir so neues Publikum ansprechen», sagt Jeremy Gasser. Sein Vater Röbi Gasser ist zufrieden mit der Entwicklung, die das Conny-Land genommen hat seit der Schliessung der Lagune. «Wir haben uns in der Zwischenzeit erholt von den Einbussen. Aber mit jeder neuen Bahn brauchen wir auch wieder mehr Personal», sagt er. «Mit der ‹Maasai› sind wir aber sicher auf dem richtigen Weg, heute wollen schon Kinder und Jugendliche mehr Adrenalinkicks – und die gibt es hier mit Garantie.»
Noch bis zu den Herbstferien läuft nun die Saison im Conny-Land. Dann schliessen Gassers die Tore des Conny-Lands und ziehen mit dem Circus Conelli wieder nach Zürich. Los geht’s mit der neuen Saison dann eine Woche vor Ostern.


