Wie schützen wir uns vor Hochwasser? Wie bleibt unser Trinkwasser sauber? Und wie erhalten wir einen lebendigen Fluss? Für diese Fragen standen die Expertinnen und Experten am Tag der Thur Red und Antwort. Das Interesse der Bevölkerung war gross: Besonders viele Familien genossen bei Sonnenschein den Rundgang entlang der Thur bei der Badi in Weinfelden. «An diesem Tag sind die Menschen im Thurgau eingeladen, sich mit ihrem Fluss auseinanderzusetzen», sagt Martin Eugster, Leiter des Amtes für Umwelt, im Rahmen einer Medienauskunft am Vormittag. «Mit allem, was die Thur uns bringt: den Gefahren bei Hochwasser, aber auch den wertvollen Lebensräumen für Menschen, Pflanzen und Tiere.»
«An diesem Tag sind die Menschen im Thurgau eingeladen, sich mit ihrem Fluss auseinanderzusetzen.»
Martin Eugster, Leiter des Amtes für Umwelt
Der Tag der Thur fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Es blieb nicht bei der Theorie: An jedem Stand gab es etwas zu entdecken – für Gross und Klein. Anhand eines Filterbrunnen- und eines Grundwassermodells konnten die Interessierten herausfinden, wie Flusswasser das Grundwasser speist und wie daraus Trinkwasser gewonnen wird. Beliebt bei den Kindern war der Posten zu den den kleinen Wassertieren. Unter dem Mikroskop durften sie die Tiere betrachten und ihre Namen bestimmen. Der Tag der Thur bot auch Informationen zu Thur3, dem Hochwasserschutz- und Revitalisierungskonzept für das Thurtal. Der Regierungsrat hat das Konzept 2022 verabschiedet. Der Dialog mit der Bevölkerung ist dem Kanton sehr wichtig: Daher hat er das «Forum Thur» als Teil des Mitwirkungsprozesses ins Leben gerufen. Es fand am Samstagnachmittag erstmals und ebenfalls in Weinfelden statt. Am Podiumsgespräch teilgenommen haben Regierungsrat Dominik Diezi, Historiker Meinrad Suter sowie Paul Steffen, stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Umwelt.
Übernahme von Verantwortung
Sie stellen sich den Fragen der Moderatorin Robin Fritschi sowie des Publikums. «Hochwasserschutz und Revitalisierung an der Thur sind eine Generationenaufgabe», sagt Regierungsrat Dominik Diezi. «Der Thurgau übernimmt seine Verantwortung, indem er nachhaltige Projekte plant und umsetzt.»


