Der städtische Kompostierplatz erfreut sich seit vielen Jahren grosser Beliebtheit. Viele Private und Gewerbetreibende bringen regelmässig ihr Grüngut zur Anlage, die sich ganz im Südwesten von Weinfelden neben RAZ und ARA befindet. Das führt aber auch zu Problemen. Einerseits bestehen keinerlei genaue Zahlen, wieviel und was überhaupt angeliefert wird, anderseits sorgen die vielen Bewegungen von Autos, Velos und Menschen für gefährliche Situationen auf dem Platz, auf dem die Greencom-Mitarbeiter mit schweren Maschinen herumfahren. Aus diesen und weiteren Gründen hat sich die Stadt dazu entschieden, ein neues Regime einzuführen. Gewerbetreibende und Private mit grossen Mengen Grüngut können weiterhin direkt beim Kompostierplatz abladen, müssen dazu jedoch:
1. Fahrzeug einmalig registieren
2. Wiegen bei Zu- und Wegfahrt
3. Fürs Entsorgen bezahle
Kameras und die Waage zeichnen die nötigen Daten auf und so passiert bis und mit Rechnungsversand künftig fast alles automatisiert. Bezahlen müssen alle, welche die Kompostieranlage benützen, die Mindestmenge beträgt 50 Kilo. Die Betriebszeiten werden massiv ausgebaut auf jeden Wochentag von
7 bis 12 und 13.30 bis 17.30 Uhr.
«Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir mit dieser Modernisierung etwas sehr Gutes gemacht haben für Weinfelden.»
René Ramseier, Stadtrat
Private und Geschäfte in Weinfelden sollen ihr Grüngut wie schon bisher hauptsächlich über die Grüngut-Touren entsorgen, die ist kostenlos und findet alle zwei Wochen statt. Und wer das nicht will oder kann, dem steht seit heute auch ein Grüngutcontainer beim Werkhof zur Verfügung, in den die Kompost-Chübeli geleert werden können, ebenfalls gratis.
Investitionen für 185'000 Franken
Der zuständige Stadtrat René Ramseier spricht von einer deutlichen Optimierung der Prozesse. «Dank Waage und Schranke wird korrekt und transparent abgerechnet, zudem die Betriebssicherheit auf der Anlage deutlich verbessert», sagt er. «Ich bin felsenfest überzeugt, dass wir mit dieser Modernisierung etwas sehr Gutes gemacht haben für Weinfelden. Auch das Parlament hat gesagt, es braucht eine Lösung.» Kosten lässt sich die Stadt die neue Anlage mit Waage, Schranke und IT-System 185’000 Franken.


