Esther Baumgartner verabschiedet sich an der Kirchgemeindeversammlung.

Ein Abschied, zwei Wahlen und viele Zahlen

Der Abschied von Pfarrerin Esther Baumgartner, die Wahl von Thomas Siegfried in die Synode und die Verabschiedungen der Rechnungen dominierten die Kirchgemeindeversammlung der Evange-lischen Kirchgemeinde Weinfelden.
Monika Wick

«Es ist ihr erster Auftritt als Freiwillige», sagt Felix Romann, Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Weinfelden, als er Esther Baumgartner bittet, die Einleitung zur Kirchgemeindeversammlung von 1. Juni zu übernehmen. Tags zuvor war die Pfarrerin mit einem feierlichen Abschiedsgottesdienst in die Pension entlassen worden. «Die vielen lieben Worte und Gesten haben mich sehr berührt», sagt sie. Zur Kirchgemeindeversammlung ist Esther Baumgartner mit ihrem Fahrrad erschienen. «Das Velo hat mich zu den Menschen gebracht», sagt sie und fügt an: «Es fährt nicht, wenn ich nicht trete. Das Gleiche ist es mit dem Heiligen Geist – er muss von uns Menschen beansprucht werden um zu wirken.» 

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«Die vielen lieben Worte und Gesten haben mich sehr berührt.»

Vakanzen besetzt

Im Rahmen der Versammlung kann auch der vakante Sitz in der Synode besetzt werden. Thomas Siegfried wird von 73 der 76 anwesenden Stimmberechtigten gewählt – exakt zum Beginn der Amtsdauer 2026 bis 2030. Mit der Wahl von Tamara Hugentobler kann auch die Vakanz in der Rechnungsprüfungskommission besetzt werden. Im Weiteren stellt sich Wilfried Bührer vor. Er wird Pfarrerin Natalie Mack vertreten, die krankheitsbedingt für längere Zeit ausfallen wird. «Ich habe zu Weinfelden eine lange Beziehung. Bereits 1980 absolvierte ich hier ein Lernvikariat», erklärt der Frauenfelder. Haupttraktandum des Abends ist die Verabschiedung der Rechnungen 2025. Die Stimmberechtigen genehmigten einstimmig und diskussionslos die Rechnung 2025 der Evangelischen Kirchgemeinde, bei der sich sowohl die Einnahmen als auch die  Ausgaben um die 2,4 Millionen Franken bewegen und daraus lediglich ein minimer Verlust von rund 840 Franken resultiert. Ebenfalls einstimmig verabschiedet wird die Rechung 2025 des Altersheims Bannau, die mit einem Verlust von rund 46’000 Franken schliesst. «Hauptverantwortlich für den Verlust ist die unterdurchschnittliche Auslastung des Altersheims von 84,5 Prozent statt der angestrebten 92 Prozent», erklärt Felix Romann. 

Zur Zukunft der «Bannau» sagt er nicht viel. Aktuell liege beim Kanton ein Wiedererwägungsgesuch, das eine Betriebsbewilligung beinhalte. «Zudem haben wir Stadtpräsident Simon Wolfer ins Boot geholt, der und unterstützt und ebenfalls ein Schreiben eingereicht hat.» Über  Weiteres werde nach den Sommerferien an einer ausserordentlichen Versammlung informiert.

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