Drei engagierte Frauen für das AZW: Nicole Kläger, Heidi Güttinger und Verena Ecknauer.

Zwei Urgesteine des AZW treten ab

An der Generalversammlung des Alterszentrums Weinfelden gab Präsidentin Heidi Güttinger ihren Rücktritt bekannt. Bereits zurückgetreten ist Verena Ecknauer – in ihre Fusstapfen tritt Nicole Kläger.
Monika Wick

«Ich lege mein Amt zur nächsten Generalversammlung ab». Das gibt Heidi Güttinger, Verwaltungsratspräsidentin des Alterszentrums Weinfelden (AZW), an der Generalversammlung der Institution am 25. Juni bekannt. Viel mehr sagt die Frau, die anpackt, ohne viel Worte zu verlieren, nicht. «Wir freuen uns über Bewerbungen und sind sehr froh für Tipps, wer sich für das Amt eignen könnte», sagt sie. Heidi Güttinger trat ihr Amt am 9. September 2013 an. Genau gleich lange im Verwaltungsrat tätig war Verena Ecknauer. Die Bürglerin amtete als Vertreterin für ihre Gemeinde sowie als Aktuarin. «Es war eine sehr schöne Zeit, in der ich selber auch viel gelernt habe», sagt Verena Ecknauer. Heidi Güttinger dankt ihr für das grosse Engagement: «Du hast alles immer korrekt und zuverlässig gemacht.» In ihre Fusstapfen tritt Nicole Kläger aus Bürglen. Die 45-jährige Immobilienbewirtschafterin ist wie ihre Vorgängerin in Bürglen wohnhaft und Mutter von drei Kindern. «Mir ist es ein Anliegen, mich für das AZW zu engagieren», sagt Nicole Kläger. Die 43 anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter entsprechen dem Wunsch und wählen sie einstimmig in den Verwaltungsrat. Das gleiche gilt für die Revisionsstelle. Die Versammlung bestätigt Kurt Hinder von der Thalmann Treuhand und Wirtschaftsprüfung einstimmig im Amt.

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«Bei der anstehenden Sanierung des Hauses B sind nicht nur bauliche sondern auch strategische Entscheidungen zu treffen.»

Rüsten für die Zukunft

Die Temperaturen im Saal des AZW sind an diesem Abend schweisstreibend. Ventilatoren und Fächer sorgen für leichte Abkühlung. Heidi Güttinger nimmts mit Humor: «An einer Versammlung haben noch nie so viele Menschen teilgenommen – umso heisser, desto besser.» In ihrem Jahresbericht führt Heidi Güttinger aus, dass laut einer Statistik die Weinfelder Bevölkerung im Alter über 85 bis in Jahr 2045 um das Doppelte ansteigt, auf rund 830 Personen. Das bedeute, dass es zukünftig mehr Pflegeplätze, Pflegepersonal und Pflegeheime brauche. «Aus diesem Grund haben wir beim Kanton einen Antrag gestellt, 41 zusätzliche Pflegeplätze anbieten zu können», sagt Heidi Güttinger. Auch Geschäftsführer Roger Mathis greift das Thema auf. «Bei der anstehenden Sanierung des Hauses B sind nicht nur bauliche sondern auch strategische Entscheidungen zu treffen», sagt er. Leichte Kritik übt er an den zunehmenden Auflagen, die sozialen Einrichtungen im Allgemeinen auferlegt werden, die zudem dokumentiert werden müssen. «Das macht uns das Leben manchmal etwas schwer, aber natürlich erfüllen wir sie», sagt er. Erfreulich sei hingegen, dass die Stelle des Leiters Finanzen, Administration und HR nach zehnmonatiger Vakanz mit Salvatore Aiello besetzt werden konnte.

Rechnung einstimmig genehmigt

Ebenfalls auf der Traktandenliste steht die Verabschiedung der Jahresrechnung 2025 des AZW. Diese schloss mit einem Jahresgewinn von rund 376’000 Franken ab. Die Stimmberechtigten genehmigen diese einstimmig, genau wie den Antrag, den Gewinn dem Konto «Frei erarbeitetes Kapital» zuzuweisen. 

 

Traditionellerweise wird im Anschluss an die Versammlung das gesellige Zusammensein genossen – dieses Mal auf der lauschigen Terrasse des AZW bei mittlerweile angenehmen Temperaturen.

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