Tennisclub Weinfelden feiert 100. Geburtstag

Seit 100 Jahren wird in Weinfelden Tennis gespielt. Dieses Jubiläum begeht der Tennisclub Weinfelden mit einem Festanlass am 27. Juni im Thurgauer Dörfli in der Güttingersreuti.
Monika Wick

«Den Freunden des Tennis-Spiels wird demnächst Gelegenheit geboten sein, auch in Weinfelden diesem edlen Sport huldigen zu können. Dieser Tage hat sich ein Tennisclub unter dem Vorsitz von Herrn Direktor Lehr gebildet, der von Otto Bornhauser zum ‹Hirschen› ein grösseres Grundstück am Giessen, direkt östlich der Brauerei erworben hat, auf dem ein Tennisplatz geschaffen wird», war am 8. Juli 1926 im Thurgauer Tagblatt zu lesen.

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Für das 1653 Quadratmeter grosse Grundstück bezahlte der damals noch junge Verein 3306 Franken. Hinzu kamen 13’000 Franken für die Erstellung der beiden Plätze und 1000 Franken für den Bau des einfach gehaltenen Vereinsheims. Da der Bau der Anlage derart hohe Kosten verursachte, musste der jährliche Mitgliederbeitrag auf 40 Franken angesetzt werden, was der Hälfte eines durchschnittlichen monatlichen Handwerkerlohnes entsprach.

Jubiläumsfest im Thurgauer Dörfli

Mittlerweile sind 100 Jahre vergangen und den Tennisclub Weinfelden gibt es immer noch. «Es ist sehr schön zu sehen, dass der Tennisclub seit so vielen Jahren existiert und in Weinfelden schon so lange Tennis gespielt wird», sagt Adrian Wirth, ehemaliger Präsident des Vereins und nun OK-Präsident des Festanlasses, zu dem der Tennisclub am Samstag, 27. Juni, ins Thurgauer Dörfli in der Güttingersreuti einlädt. «Nach dem Jubiläums-Essen, das angemeldeten Personen vorenthalten ist, wird das Lokal um 21 Uhr für alle geöffnet, die mit uns feiern möchten», erklärt der OK-Präsident. Neben dem Barbetrieb sorgt DJ Nepomukke alias David Wirth für den passenden Sound. Der Eintritt zum Sommerfest ist für die Besucherinnen und Besucher kostenlos.

 

«Bis in die 60-er Jahre war der Tennis-Sport der finanziellen und gesellschaftlichen Elite vorbehalten. In den Club wurde man zudem nur aufgenommen, wenn man eine Empfehlung vorweisen konnte», erzählt Adrian Wirth.

«Bis in die 60-er Jahre war der Tennis-Sport der finanziellen und gesellschaftlichen Elite vorbehalten. In den Club wurde man zudem nur aufgenommen, wenn man eine Empfehlung vorweisen konnte»

Heute sei Tennis zum Volkssport geworden. Vor allem in Zeiten von Martina Hingis und Roger Federer erlebte Tennis einen regelrechten Aufschwung und wurde populärer. Dies kam auch dem Tennisclub Weinfelden zu gute und so verfügt er seit Jahren über stabile Mitgliederzahlen. Rund 350 Personen frönen dem Sport und viele davon spielen Interclub Meisterschaften in zwölf verschiedenen Teams und Ligen. Zudem engagiert sich der Verein aktiv in Sachen Nachwuchsförderung.

 

Adrian Wirth ist auch überzeugt, dass Tennis der ideale Sport für Personen älteren Semesters ist. «Besonders geeignet ist es für ballaffine Menschen, die einem anderen Sport nicht mehr nachgehen können oder wollen. Solange man gehen kann, kann man auch noch Tennis spielen», sagt er lachend. Auch die Geselligkeit nach dem Spiel – die beim TCW besonders gross geschrieben wird – belebt das Clubleben und wird gerade auch bei Meisterschaftsanlässen regelrecht zelebriert. Es haben schon einige grosse Feste auf der Aussenanlage stattgefunden.

Seit 35 Jahren gleicher Preis

2008 wurde die neue Tennisanlage in der Güttingersreuti bezogen. Dank Allwetterplätzen kann nun praktisch das ganze Jahr über Tennis gespielt werden. «Für einen Jahresbeitrag von 330 Franken, der Preis hat sich seit 1991 nicht erhöht,kann man tagtäglich dieser tollen Sportart nachgehen, im Sommer bei schlechtem Wetter sogar in die Halle ausweichen», erklärt Adrian Wirth. www.tcweinfelden.ch

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