Zu Gast auf einem «kleinen Grand-Hotel» der Weinfelder Reederei «Excellence Cruises» Teil 2

Auf Einladung des Weinfelder Unternehmens «Excellence Cruises» hat die Redaktion des Weinfelder Anzeigers zwei Tage auf dem Fluss-Schiff «Excellence Countess» verbracht und sich dabei im Rahmen des Gourmetfestivals kulinarisch verwöhnen lassen. Lesen sie Teil 1 um zu erfahren was bisher geschehen ist.
Mario Testa und Monika Wick

Was Zermatt kulinarisch zu bieten hat zeigen die sechs Gänge, die nun von versiertem und äusserst freundlichem Servicepersonal serviert werden. Neben «Alt’s Gsottus Terrine» sind das die «Heida Weissweisuppe» oder die «Finder Cholera». «Für die Speisen haben wir die gleichen Zutaten verwendet wie vor 100 Jahren, als unser Restaurant eröffnet wurde», erklärt Vrony Cotting-Julen und fügt an: «Lediglich die Rezepte haben wir etwas aufgefrischt.» Zu den einzelnen Gängen wird der passende Wein serviert. «Ts Walliis gibts öi im Glas», erklärt Rainer Maria Salzgeber in ausgeprägtem Walliserdeutsch.

 

Unter den Gästen ist auch Stephan Frei, Geschäftsführer von «Excellence Cruises». «Die Erfolgsgeschichte des Gourmetfestivals hat vor 13 Jahren mit acht Köchen begonnen. Wir hätten nicht erahnen können, dass es dieses Ausmass annimmt», erklärt er und fügt an: «Wir lieben es, die hohe Kunst des Kochens und der Gastfreundschaft zu verbinden und zu zelebrieren.»

 

Je länger der Abend dauert, umso familiärer und gelöster wird die Stimmung an Bord der «Excellence Countess». Das geht soweit, dass alle gemeinsam «Volare» anstimmen oder Vrony Cotting-Julen mit Maria, Tochter der Skirennfahrerlegende Pirmin Zurbriggen, jodelt. «Wir haben es wahnsinnig genossen, es war ein sehr schöner Abend», fasst Stephan Frei erfreut zusammen.

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Nach dem Essen wird das Tanzbein geschwungen und gefeiert.

Viel Arbeit abseits des Rampenlichts

In der Zeit, in der die Passagiere das Nachtessen eingenommen haben, waren im Hintergrund fleissige Hände am Werk. Sie haben in den Kabinen die Vorhänge zugezogen und die Betten aufgeschlagen, sodass man sich nur noch zur Ruhe betten kann. An Schlaf ist aber noch nicht zu denken. Hin und wieder sind auf dem Flur die Stimmen und Geräusche derjenigen zu hören, die sich nach dem feudalen Mahl in der bordeigenen Bar noch einen Absacker gegönnt haben.

 

Für diejenigen, die am Morgen schon wieder Appetit verspüren, hat die Küchencrew quasi über Nacht ein riesiges Frühstücksbuffet hergerichtet. Auch hier können die Gäste aus den Vollen schöpfen und Köstlichkeiten ordern wie Rindstatar, Lachs-Toast oder Blaubeer-Pancakes. Leider ist schon die Zeit gekommen, die «Excellence Countess» wieder zu verlassen. Auf uns wartet bereits ein Reisecar, der uns von der Schiffsanlegestelle ins Zentrum von Strassburg bringt.

 

«Excellence» organisiert Guides und so nehmen wir gerne an einer kostenlosen Stadtführung teil, auf der wir von der lebhaften Geschichte der Stadt im Herzen des Elsass erfahren. Für herzhafte Lacher sorgt der Bauchmesser, oder wie der Guide sagt: «Büüchmesser». Die unscheinbare Steinsäule an der Hausecke gegenüber dem Hauptportal des Münsters ist Strassburgern seit jeher ein Mittel, um die Leibesfülle zu messen. Nach der Teilnahme am Gourmetfestival dürfte es wohl dem oder der einen vorübergehend nicht möglich gewesen sein, durch den Spalt von lediglich 35 Zentimetern zu schlüpfen. Am frühen Nachmittag werden wir wieder vom Reisecar abgeholt und sicher zum Ausgangspunkt der Reise chauffiert.

 

Das Gourmetfestival würde ich jederzeit wieder besuchen. Es vereint eine attraktive Flussfahrt mit hervorragender Küche in einer äusserst gastfreundlichen Atmosphäre.

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