Zu Gast auf einem «kleinen Grand-Hotel» der Weinfelder Reederei «Excellence Cruises» Teil 1

Auf Einladung des Weinfelder Unternehmens «Excellence Cruises» hat die Redaktion des Weinfelder Anzeigers zwei Tage auf dem Fluss-Schiff «Excellence Countess» verbracht und sich dabei im Rahmen des Gourmetfestivals kulinarisch verwöhnen lassen
Mario Testa und Monika Wick

«Moni, gömer uf Chrüzfahrt?», höre ich eines morgens meinen Chef Mario Testa sagen. Was ich erst als Scherz abgetan habe, entpuppt sich lediglich einen Moment später beim Blick auf seinen Computer-Bildschirm als Tatsache. Eine Kreuzfahrt ist es zwar nicht, zu der uns das in Weinfelden ansässige Flussfahrt-Unternehmen «Excellence Cruises» eingeladen hat, aber eine Flussfahrt von Basel nach Strassburg ist es dennoch. Als Zugabe sollen wir im Rahmen des Gourmetfestivals kulinarisch verwöhnt werden. Schnell sind wir uns einig, dass wir dieses Angebot annehmen möchten.

 

Schon wenige Wochen später besteigen wir in Wil den Reisecar. Der Chauffeur, der sich uns als Morti vorstellt, entpuppt sich als ein äusserst humorvoller Weggefährte. So wird die Fahrt nach Rütihof in der Nähe von Baden kurzweilig. Das Busterminal, in dem wir umsteigen müssen, lässt uns staunen. Es erinnert aufgrund seiner Grösse und des Baustils an ein Flughafenterminal. Ein weiteres Mal staunen wir, als wir in Basel ankommen und einen ersten Blick auf die «Excellence Countess» werfen können, auf der wir über Nacht nach Strassburg gelangen werden. Das Flussschiff ist stolze 135 Meter lang und 11,45 Meter breit. Die zahlreichen Kabinen und Suiten bieten Platz für 178 Passagiere.

 

Um das Gepäck müssen sich die Ankommenden nicht kümmern, es wird vom Bordpersonal direkt in die Kabinen gebracht. Wir werden derweil in einem der beiden Restaurants mit Live-Musik, Drinks und feinen Häppchen Willkommen geheissen. Zudem werden uns feuchte, warme Tüchlein gereicht, mit denen wir uns den Alltagstrott abwaschen und uns auf den Kurzaufenthalt auf dem «kleinen Grand-Hotel auf dem Fluss» einlassen können.

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Die Passage der ersten Schleuse wird mit Spannung erwartet.

Stetig vorwärts und abwärts

Kaum hat die «Excellence Countess» den Basler Hafen verlassen, muss sie die erste von insgesamt acht Schleusen passieren, um bis Strassburg einen Höhenunterschied von 109 Metern zu überwinden. Dieses Schauspiel lassen sich viele Passagiere nicht entgehen. Mit ihren Handys halten sie fest, wie gleich zwei Schiffe von «Excellence Cruises» durch das Ablassen von Wasser rund 15 Meter nach unten befördert werden.

 

Langsam wird es draussen dunkel und kühl und wir nehmen unsere Kabine in Beschlag. Sie bietet neben einem atemberaubenden Blick auf den Rhein und die vorbeiziehende Landschaft ein geräumiges Badezimmer, ein grosses Doppelbett sowie eine bequeme Sitzecke. Auf dem Tisch steht als weiterer Willkommensgruss eine Flasche Sekt.

Excellence-CEO Stephan Frei im Gespräch mit Rainer Maria Salzgeber.

Grosse Küche, grosses Kino

Eine Stimme aus dem Lautsprecher bittet darum, uns zum Nachtessen ins Restaurant zu begeben. Dank einer hilfreichen Informations-Broschüre wissen wir, das wir mit einem klassisch-legeren Stil passend gekleidet sind für den Gala-Abend. Dennoch nutzen viele die Gelegenheit, sich für das Diner festlich herauszuputzen.

 

Das Klischee, dass Flussfahrten nur von älteren Personen gebucht werden, bewahrheitet sich hier nicht. Auch jüngere Semester begeistern sich für das «Excellence Gourmetfestival», an dem fast 40 Spitzenköchinnen und -köche den Kochlöffel schwingen. In unserem Fall sind es Vrony und Max Cotting-Julen vom Zermatter Restaurant «Chez Vrony», samt Küchenchef Oliver Waldisbühl, die von Publikum wie Rockstars begrüsst werden. Rainer Maria Salzgerber, der von der «Glückspost» gerade zum beliebtesten Schweizer Moderator gekürt wurde, führt durch den Abend und fühlt dem leidenschaftlichen Wirtepaar auf den Zahn – und fördert auch privates ans Tageslicht. «Sowohl Vrony und Max als auch ich und meine Frau wurden neun Monate nach Ferien in Zermatt Eltern. Zermatt ist nicht nur kulinarisch ein fruchtbares Pflaster», erklärt er lachend.

 

Wie das Essen auf den Teller kam und was am zweiten Tag der Reise geschah, sehen sie morgen in Teil 2

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