Die Freizeit, insbesondere die Ferienzeit, weckt das Verlangen nach unvergesslichen Reisen oder interessanten Ausflügen. Dieses Bedürfnis spüren auch Menschen mit einer Beeinträchtigung. Für sie gestaltet es sich aber oftmals schwieriger, ihre Pläne und Wünsche Realität werden zu lassen. Hier bietet der Weinfelder Verein «TAB Freizeit und Bildung» Hand. Neben vielen weiteren Angeboten bietet der Verein, der seit 45 Jahren besteht, Gruppen- und Individualreisen für Beeinträchtigte an. «Das Angebot reicht von Ferien auf einer einfachen Alphütte bis hin zu einem Aufenthalt in einem Luxus-Wellness-Hotel», erklärt Cecilia Evenblij, die neben Tabea Hartmann und Geschäftsstellenleiterin Charlotte Mäder das Team von TAB bildet. «Für Beeinträchtigte ist es wichtig, auch einmal aus den eigenen vier Wänden und unter Menschen zu kommen», betonen sie.
Aktuell engagieren sich rund 50 Freiwillige für TAB. Um das Angebot aufrecht erhalten und auf weitere Schultern verteilen zu können, ist der Verein stetig auf der Suche nach weiteren Helfenden, welche beeinträchtigte Personen während den Ferien Unterstützung bieten. «Neben Kost und Logis erhalten diese für ihren Einsatz eine Tagespauschale», sagt Charlotte Mäder. Die beeinträchtigten Menschen bezahlen ihren Aufenthalt selber. Dank Spendengeldern sowie Beiträgen von IV, Kanton und Stiftungen halten sich die Kosten für sie aber in einem moderaten Rahmen.
«Das Angebot reicht von Ferien auf einer einfachen Alphütte bis hin zu einem Aufenthalt in einem Luxus-Wellness-Hotel»
Cecilia Evenblij, Mitglied von TAB
Von jung bis alt
Die Bedenken, dass sich Personen nicht für diese Aufgabe eignen, zerstreuen die beiden Frauen. «Sie werden durch uns ausgebildet und begleitet», sagen sie und fügen an: «Wichtig sind Offenheit, Einfühlungsvermögen und Freude am Miteinander.» Besonders gut eigne sich der Freiwilligendienst für Pensionierte, aber auch für jüngere Personen ab dem zweiten Lehrjahr. «Denkbar ist auch, dass Unternehmungen ihren Mitarbeitenden ein soziales Engagement ermöglichen», sagt Charlotte Mäder. Die beiden Frauen sind überzeugt, dass alle Beteiligten vom Angebot profitieren. «Die Einsätze sind geprägt von unvergesslichen Erlebnissen, aufrichtiger Dankbarkeit und einem offenen und direkten Miteinander.»


