Tanja Eilinger in ihrem Naturgarten am Stadtrand von Weinfelden.

Weinfelder Läuferin will ihre Bestmarke knacken

Die Weinfelderin Tanja Eilinger ist eine erfolgreiche Marathon-Läuferin. Bereits zweimal gewann sie an den Schweizer Meisterschaften Bronze. Anfang Juni erreichte die 44-Jährige in ihrer Alterskategorie am Zürich Marathon sogar den obersten Podestplatz.
Monika Wick

Familie Eilinger wohnt idyllisch am Stadtrand von Weinfelden. Beim Blick über Zaun kann sie Pferde auf der Weide beim Grasen beobachten. Im Garten schwirren zahlreiche Insekten um die Pflanzen am Kneipp-Teich. «Den Teich nutze ich ganzjährig, um nach dem Training meine Beine zu entspannen», erklärt Hausherrin Tanja Eiliger. Nötig ist das, weil die 44-jährige Mutter einer Tochter tagtäglich dafür trainiert, um an Marathon-Läufen Bestleistungen abrufen zu können. «Ich laufe täglich zehn bis 30 Kilometer. Dazu kommen drei bis fünf Trainigseinheiten um die Kraft zu steigern», sagt Tanja Eilinger und fügt an: «Wöchentlich sind das zehn bis zwölf Stunden, die ich in das Training investiere.» 

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Gutes Gefühl durchs Laufen

Der Aufwand macht sich bezahlt. Tanja Eilinger gewann an den Schweizer-Meisterschaften bereits zweimal Bronze und in ihrer Alterskategorie Gold am Zürich Marathon. Da sie als knapp 30-Jährige für ein paar Jahre in der Innerschweiz lebte, ist dort der Laufgruppe Cham beigetreten und tritt noch heute für sie an Wettbewerben an.

 

Auch im Privatleben kann Tanja Eilinger von ihrem Sport profitieren. «Er gibt mir Durchhaltewillen, mentale Stärke und steigert die Konzentration – kurzum, er gibt mir ein gutes Gefühl», sagt sie. Zudem seien viele Kontakte und Freundschaften entstanden. «In einem Trainingslager habe ich meinen Mann Michael kennengelernt», sagt die selbständige Ergotherapeutin.

«Er gibt mir Durchhaltewillen, mentale Stärke und steigert die Konzentration – kurzum, er gibt mir ein gutes Gefühl»

100-Kilometer-Lauf im Visier

Im Dezember 2025 gelang Tanja Eilinger am Valencia Marathon ihre persönliche Bestzeit, sie legte die Strecke von 42,195 Kilometern in zwei Stunden, 45 Minuten und 9 Sekunden zurück. «Mein Ziel ist es, die Zeit zu knacken», sagt sie. Zudem liebäugelt sie mit der Teilnahme am 100-Kilometer-Lauf in Biel – dem ältesten Ultramarathon der Schweiz. «Von der Leistungsfähigkeit sollte das machbar sein. Beim Marathon zählen aber viele weitere Faktoren wie Ernährung, Schlaf oder körperliche Verfassung», erklärt sie. Optimale Trainingsbedingungen findet sie vor der Haustüre: «Weinfelden ist dafür prädestiniert, flache Strecken sind meine Stärke.»

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