«Sterben gehört zum Leben. Palliative Betreuung sorgt dafür, das unheilbar erkrankte Menschen vor ihrem Tod bestmöglich umsorgt werden», sagt Mathilda Halter. Neben ihrem Beruf als Pflegedienstleiterin der Spitex Mittelthurgau leitet die Braunauerin auch das Palliative Forum Mittelthurgau, welches die Branchen miteinander vernetzt, die die Palliative Betreuung für alle Altergruppen anbieten. «Das Palliative Forum Mittelthurgau versucht alle professionellen und freiwilligen Anspruchsgruppen – dazu gehören beispielsweise Seelsorger, Ärzte, Pflegeheime oder die Spitex – mit Informationen zu bedienen, sie zu vernetzen oder zu themenbezogenen Anlässen einzuladen», erklärt Mathilda Halter.
Das Palliative Forum Mittelthurgau, welches das Gebiet von 13 Mittelthurgauer Gemeinden umfasst, existiert seit rund drei Jahren. Nach dem Aufbau des Forums und jährlichen Netzwerkanlässen steht nun der erste Bevölkerungs- und Netzwerkanlass auf dem Programm. «Es geht darum, die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und Informationen zu liefern», sagt Mathilda Halter und fügt an: «Ich spüre aber auch, dass in der Bevölkerung des Kantons Thurgau der Begriff ‹Palliativ› bereits gängig ist. Vor zwanzig Jahren war es noch ein Fremdwort.»
Bevölkerungs- und Netzwerkanlass
Am Donnerstag, 29. Oktober von 19 bis ca. 21 Uhr, lädt das Palliative Forum Mittelthurgau zu einem Bevölkerungs- und Netzwerkanlass ein. Er findet statt im Saal des Rathauses an der Rathausstrasse 2 in Weinfelden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kurzreferate und Diskussionen
Am Bevölkerungs- und Netzwerkanlass erwartet die Besucherinnen und Besucher interessante Kurzreferate von Ärztin Verena Stadler, Pflegeexpertin Pasquale Deuber und Pfarrer Tobias Arni. Im weiteren gibt es eine Podiumsdiskussion mit Judith Gätzi, freiwillige Mitarbeiterin des Hospizdienstes Thurgau. «Der Anlass richtet sich an alle, die erfahren möchten, was es heisst, bis zum Schluss gut umsorgt zu sein», sagt Mathilda Halter.


