Hintergrund der Aktion ist die herausfordernde Situation der Geschäfte im Zentrum aufgrund der Baustellen. «Ich wollte den vielen Ärger, den ich wegen der Baustellen in mir hatte, in etwas Positives umwandeln. Dann hatte ich die Idee, Karretten zu bepflanzen, um dies symbolisch darzustellen», sagt Gemüsehändler und Gastronom Lukas Madörin. Unterstützt von Tanja Reinhard, Geschäftsinhaberin von Blütenwerke, der Stadtgärtnerei und der Stadtverwaltung sind schlussendlich 21 Karretten entstanden, die nicht nur bepflanzt sind, sondern auch Wegweiser integriert haben.
Die Schilder weisen auf eine leicht künstlerische Art auf die vielen Angebote im Stadtzentrum hin. Verteilt werden die Karretten in Zentrumsnähe. Die Botschaft: Trotz Baustellen ist lokales Einkaufen möglich und erwünscht.
Stadt unterstützt die Aktion
Lukas Madörin gelangte mit seiner Idee an Stadtpräsident Simon Wolfer und fragte um Unterstützung an. «Für mich war sofort klar, dass die Stadt eine solche Aktion zugunsten der Stadtzentrums-Attraktivität und des lokalen Gewerbes unterstützt», sagt Wolfer, und stellte Man-Power und finanzielle Hilfe zur Verfügung. Auch die Technische Betriebe Weinfelden AG (TBW) hat mitgewirkt: «Wir wissen um die aktuell anspruchsvolle Situation der Fachgeschäfte und werden uns deshalb finanziell an der Aktion beteiligen», sagt Michael Frick, Leiter Markt bei der TBW AG. Die benötigten Karretten wurden von den Baufirmen Alpha Tief- und Betonbau AG, Hermann Greminger Tiefbau AG und Kibag gesponsert.
«Wir wissen um die aktuell anspruchsvolle Situation der Fachgeschäfte und werden uns deshalb finanziell an der Aktion beteiligen.»
Leiter, Markt bei der TBW AG
Aufruf zum lokalen Einkauf
Die Frage, ob die Aktion «Garrettä» am Schluss ein Erfolg wird oder nicht, stellt sich für Mitinitiantin Tanja Reinhard nicht. «Die Welt verändern werden wir nicht. Aber vielleicht rufen die Wegweiser den Menschen wieder ins Bewusstsein, dass wir viele und unterschiedliche Geschäfte im Stadtzentrum haben – und alle trotz Baustellen geöffnet haben und erreichbar sind. Mehr braucht es gar nicht.» Die Aktion «Garrettä» startet morgen am Wyfelder Fritig und endet spätestens im September.
Fachgeschäfte fühlen sich von der Stadt unterstützt
Peter Kimpel, Vertreter der Weinfelder Fachgeschäfte im Weinfelder Gewerbeverband, findet die Aktion «Garrettä» positiv. «Ich erachte sie als sehr hilfreich. Man merkt, dass die Stadt ein Interesse daran hat, die Fachgeschäfte zu unterstützen – ganz speziell in dieser Zeit, wo es für viele von uns sehr mühsam ist aufgrund der Baustellen», sagt Kimpel. Eine bessere Signalisation über Zufahrtswege zu den einzelnen Geschäften während der Bauphasen hätten sich viele schon länger gewünscht. «Schön geht es mit dieser Aktion nun in die richtige Richtung und hat die Stadt auf einen konkreten Vorschlag reagiert.»


