Esther Baumgartner

Zur Pensionierung von Pfarrerin Esther Baumgartner

Pfarrerin Esther Baumgartner geht in Pension. Die Vorsteherschaft der evangelischen Kirche Weinfelden schreibt einen liebevollen Abschiedsbrief für ihre langjährige Kollegin.
red.

Liebe Esther

 

Am 1. Juni 2017 hast du deinen Dienst im Pfarramt in Weinfelden angefangen. In dieser Zeit hast du mit deinem Tun, deinem «Da Sein» und mit Worten wertvolle Spuren in vielen Menschenleben hinterlassen. Während den personellen Engpässen im Pfarramt warst du jederzeit bereit, weitere Aufgaben zu übernehmen und hast die Fäden zusammengehalten. Gekonnt hast du deine vielseitigen Begabungen und Erfahrungen in deinen Dienst als Pfarrerin gesetzt.

 

Die zahlreichen Abdankungen hast du stets würdevoll und mitfühlend gestaltet. Hinterbliebene hast du im ökumenischen Trauercafé begleitet. Andachten in der geschützten Wohngruppe im Alterszentrum waren dir ein besonderes Anliegen. Seelsorgerliche Besuche in den Spitälern sowie ermutigende Hausbesuche standen regelmässig auf deiner Agenda. Deine Predigten waren alltagsnah, aufbauend und echt. Im Bereich der Seniorenarbeit hast du beispielsweise die beliebten Ausflüge und Ferienwochen umsichtig und mit Sorgfalt organisiert sowie durchgeführt und dadurch vielen Menschen schöne Erlebnisse und Gemeinschaft ermöglicht. Die Weihnachtsfeier für Alleinstehende fand unter deiner Regie statt. Mit Achtsamkeit und Einfühlung hast du an Taufsonntagen auf eine berührende Weise die Kleinsten in unsere Gemeinschaft aufgenommen. Auch die Aufgaben der vielen Freiwilligen in unserer Kirchgemeinde hast du mit Dank und kleinen Aufmerksamkeiten zu wertschätzen gewusst. Gemeinschaft war dir wichtig und so hast du auch das Angebot «Zäme underwegs si» ins Leben gerufen – ein Angebot für alle, die interessiert daran waren, andere Kirchen und deren Geschichte in der Region zu entdecken.

 

Dies sind nur ein paar Beispiele für unzählig Vieles und Vielfältiges, das du als Pfarrerin mit viel Herzblut und Wohlwollen für unsere Kirchgemeinde getan hast. Von ganzem Herzen danken wir dir für deine Arbeit, deine Ideen, dein Mitdenken sowie dein Netzwerken. Der rote Faden in all deinen Tätigkeiten war die Liebe zu den Menschen, zu deinem Beruf und zu Gott.

 

Wir lassen dich ungern ziehen und gönnen dir deine Pensionierung. Für deine neue Lebensphase wünschen wir dir viel Freude, Gesundheit und Gottes Segen. Wir freuen uns, dich weiterhin als Kirchenbürgerin in unserer Mitte zu haben, und sagen b’hüet di Gott mit 2. Timotheus 1,7: «Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern gibt uns Kraft, Liebe, Besonnenheit».

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«Denn der Geist, den Gott uns gegeben hat, macht uns nicht zaghaft, sondern gibt uns Kraft, Liebe, Besonnenheit.»

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